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Tamerlan
02-07-2009, 04:20 PM
Mesaj: #1
Tamerlan
Tīmūr bin Taraghay Barlas (Mitteltürkisch: تیمور‎ - Temür‎, „das Eisen“Wink, in der abendländischen Geschichtsschreibung besser bekannt als Tamerlan (* 8. April 1336 in Kesh, heute Shaxrisabz; † 19. Februar 1405 in Schymkent) war ein zentralasiatischer Eroberer am Ende des 14. Jahrhunderts und Gründer der Timuriden-Dynastie in Persien und Transoxanien. Aufgewachsen in den nomadischen Stammeskonföderationen des Ulus Čaghatay, strebte er die Wiederherstellung des Mongolischen Reiches an. Timurs Herrschaft war gezeichnet durch Brutalität und Tyrannei. Gleichzeitig ist er aber auch als großzügiger Förderer von Kunst und Literatur bekannt.

Timur wird in einigen persischen Quellen pejorativ als Timur-e Lang („Timur, der Gelähmte“Wink bezeichnet. Aufgrund einer Verwachsung an der rechten Kniescheibe (Knochentuberkulose lt. sowj. Forschern) war er von einer Lähmung des rechten Beines betroffen, dazu kam eine Verwachsung an der rechten Schulter, des Weiteren hatte ein Pfeilschuss die Beweglichkeit der rechten Hand eingeschränkt, wie sowjetische Wissenschaftler bei einer Untersuchung des Skelettes im Jahre 1941 bestätigten. „Timur der Lahme“ wurde in Europa zu dem hier gebräuchlichen Namen Tamerlan verkürzt. Selbst bezeichnete er sich als gurkāni,[1][2] als „Schwiegersohn“, und deutete somit auf seine Heirat in die Familie Dschingis Khans, um so seine Herrschaftsansprüche weiter zu untermauern.

Timur entstammte dem im 13. Jahrhundert in Transoxanien eingewanderten mongolischen Nomadenstamm der Barlas,[3][4][5] welcher jedoch mit der Zeit eine türkische Sprache angenommen hatte und von den türkischen Nomaden Zentralasiens nicht mehr zu unterscheiden war. Daher werden die Barlas in der Literatur auch manchmal als „Barlas-Türken“ bezeichnet.[6][7][8] Der Stamm der Barlas teilte sich in mehrere Zweige auf und Timurs Vater Taragai beherrschte als Stammesfürst[9] die Gegend um Kesch und das Tal des Flusses Kaschkadarja. Die Barlas führten ihre Abstammung auf Qarchar Barlas zurück, einen militärischen Führer in Tschagatais Armee,[5] und über diesen - wie einst auch Dschingis Khan - auf einen legendären mongolischen Kriegsherren mit dem Namen Bodon'ar Mungqaq.[4] Die Kindheit Timurs liegt weitgehend im Dunkeln und wurde später nach seinem Aufstieg stark mythologisiert. Es ist bekannt, dass seine Mutter Tikina-Chatun sehr früh starb und dass er drei Brüder und zwei Schwestern hatte.

Als Heranwachsender trat Timur in die Dienste des Emirs Kazagan (1346–57), eine damals durchaus übliche Laufbahn von Kindern des niederen Adels, und er verblieb dort mehrere Jahre. Er nahm auch nach der Ermordung Kazagans durch einen Rivalen an den Bürger- und Stammeskriegen in Transoxanien aktiv teil und versuchte durch etliche Intrigen und ständigen Positionenwechsel zwischen dem 1360 in diese Gegend eingefallenen Mongolenherrscher Tughluq Timur († 1363) und Hadji Barlas, seinem Onkel, der den Widerstand gegen die Mongolen anführte, seine Machtbasis zu erhalten. 1361 fiel Tughluq Timur noch einmal in Transoxanien ein. Hadschi Barlas floh und kam auf ungeklärte Art und Weise um. Timur, der sich als Erster der Macht des Mongolenfürsten unterwarf, erhielt von ihm einen Beraterposten bei seinem Sohn und neuem Herrscher von ganz Transoxanien Ilias Hoja. Timur hatte versucht, die Macht an sich zu reißen, jedoch überschätzte er seine Popularität und sein Auflehnungsversuch wurde im Keime erstickt. Er musste fliehen und fand bei seinem Schwager Hussain, dem Enkel Kazagans, einen Unterschlupf. Da aber Hussain auch über keine ausreichende Machtbasis verfügte, zogen die beiden in Begleitung weniger Soldaten in der Gegend umher, bevor sie sich entschlossen, in Choresm um Hilfe zu ersuchen. Auf dem Weg dorthin wurde ihre Abteilung in einer Schlacht fast vollständig aufgerieben und Timur geriet in Gefangenschaft in der Nähe der Stadt Merw. Jedoch bald war er wieder frei und sammelte um sich einen Haufen von Abenteurern und Söldnern, die zu einem Schrecken des ganzen Transoxanien wurden.

1363 gelang es Timur und Hussain, die Truppen des Ilias Hoja zu schlagen und in die Stadt Kesch einzuziehen. Im gleichen Jahr gelang es ihnen, den mittlerweile zum Khan aufgestiegenen Ilias Hoja noch einmal zu besiegen. Er floh in sein östliches Stammland Mogulistan. Timur, der selbst keine gesetzliche Legitimation besaß, musste akzeptieren, dass von den versammelten Adeligen ein Nachfahre Dschingis Khans namens Kabul Khan zum obersten Herrscher von Transoxanien gewählt wurde.

Jedoch bereits zwei Jahre später wurden die transoxanischen Truppen vom wiedererstarkten Ilias Hoja in einer Schlacht in der Nähe Taschkents vernichtend geschlagen. Die Mongolen besetzten große Gebiete und belagerten erfolglos Samarkand. Ilias Hoja wurde wenig später von einem Rivalen umgebracht und die Mongolen zogen sich zurück. Jedoch sah Timur sich starker Rivalität seines Schwagers Hussain ausgesetzt, der jetzt die Macht übernahm und musste wiederum das unstete Leben eines Flüchtlings führen. Nach mehreren Scharmützeln und kleinen Auseinandersetzungen gelang es Timur, eine starke Armee aufzustellen. Er besetzte Baktrien und zog den Herrscher von Badachschan auf seine Seite. Kurz darauf stand seine Armee vor den Mauern von Balch. Hussain, der von seinen Getreuen verlassen wurde, unterwarf sich und ging als Pilger nach Mekka. Auf dem Weg dorthin wurde er mutmaßlich auf Befehl von Timur umgebracht. Am 10. April 1370 hatte sich Timur zum Herrscher von ganz Transoxanien ausgerufen und nahm den Titel eines Emirs an.

Der Konflikt mit der Goldenen Horde unter Toktamisch prägte während vieler Jahre die Politik Timurs und stellte für diesen eine ernst zu nehmende Herausforderung dar. Toktamisch erschien zum ersten Mal in Samarkand 1376, jedoch nicht als Gegner, sondern als Bittsteller. Da seine Thronambitionen von Urus Khan vereitelt wurden, suchte Toktamisch Timur auf, ihm zu seinem Erbe zu verhelfen. Toktamisch bekam sehr schnell die von ihm erbetenen Truppen und griff die Goldene Horde an, wurde jedoch von Urus Khan vertrieben. Dann nahm Timur den Kampf selbst auf und ging im Winter 1376/1377 gegen Urus Khan mit großem Erfolg vor. Urus Khan wurde in einer Schlacht irgendwo bei Otrar vernichtend geschlagen und verstarb bald darauf. Somit bekam Toktamisch die Macht in der Goldenen Horde nur dank der tatkräftigen Unterstützung Timurs.

Zehn Jahre später, 1387 erschien Toktamisch wieder an der Grenze zu Transoxanien, diesmal allerdings mit einem starken Heer. Da Timur sich zu diesem Zeitpunkt in Karabach befand und auf einen Überfall nicht vorbereitet war, hatte er kaum Truppen, um Toktamisch aufzuhalten. Sein Sohn, Miran Schah, kam ihm noch rechtzeitig zur Hilfe, und Toktamischs Truppen wurden vernichtend geschlagen. Timur befahl, entgegen den Gepflogenheiten der Zeit, die Gefangenen zu schonen und sie in ihre Heimat zu entlassen. Damit wollte er ein ostentatives Signal an die Goldene Horde senden und ihr zeigen, dass er kein Feind der Tschingisiden sei.

Toktamisch ließ aber nicht locker. Bereits im Winter 1388/1389 erschien sein Heer, das in sich die ganze Völkervielfalt der Goldenen Horde vereinigte (darunter sogar Kaukasier, Russen und Bulgaren), wieder an den Grenzen von Timurs Reich. Im Januar 1389 kam es zur Entscheidungsschlacht in der Nähe von Chodschent. Die mit äußerster Härte geführte Schlacht wurde durch das unerwartete Eingreifen eines der Söhne Timurs, Omar Scheichs, entschieden, der die Nachhut des Gegners aufrieb und ihn in Panik versetzte. Die Truppen Toktamischs flohen und zerstreuten sich in alle Himmelsrichtungen.

Dieser Überfall zeigte Timur deutlich, dass er die Bedrohung durch seinen früheren Schützling ernst nehmen muss. Er konnte nicht mehr gefahrlos seine Macht in Iran und Afghanistan konsolidieren, da er mit ständigen Überfällen durch Toktamisch während seiner Abwesenheit rechnen musste. Um diese Bedrohung ein für allemal zu beseitigen, bereitete sich Timur zu einem Feldzug gegen Toktamisch und führte ihn im Jahr 1391 aus. Er beschloss, die Steppengebiete so schnell wie möglich zu überqueren und seinen Gegner zu einer Entscheidungsschlacht zu zwingen. Ganze drei Monate bewegte sich sein Heer durch die Weiten der kasachischen Steppe, immer bestrebt, die Spuren der Nomaden zu finden. Timurs Armee erreichte das Gebiet des heutigen Tobolsk, wo sie sich dann in Richtung Nordwesten bewegte. In dieser Gegend, die im heutigen Sibirien liegt, wurden die Armeen aus Mittelasien zum ersten Mal mit dem Phänomen des Polartages konfrontiert, so dass die Mullahs das Abendgebet vorübergehend aussetzten. Nach fast viermonatiger Suche gelang es Timurs Sohn Omar Scheich, den Feind in der Nähe des Flusses Kundurtscha westlich des Urals zum Kampf zu stellen. Timurs Hauptstreitmacht erschien wenige Stunden, nachdem der Kampf ausgebrochen war. Die Schlacht dauerte mit mehreren Unterbrechungen drei Tage lang, vom 19. bis 21. Juni 1391, und endete mit vollständiger Niederlage Toktamischs, der vom Schlachtfeld floh.

Jedoch erwies sich Toktamisch als ein zäher Gegner. Unterstützt vom Moskauer Fürsten Wassili erschien Toktamisch 1395 im Nordkaukasus, wo zu dieser Zeit Timurs Truppen damit beschäftigt waren, georgische Fürsten zu unterwerfen. Toktamischs Plan bestand darin, die erst vor kurzem von Timur eroberten Gebiete von Aserbaidschan auf seine Seite zu ziehen und sich dadurch eine Operationsbasis zu schaffen, von wo aus er in Verbindung mit Mameluken treten wollte. Nachdem er angefangen hatte, Schirwan zu belagern, floh Toktamisch, sobald er von Timurs Herannahen gehört hatte, und stellte sich erst am 15. April 1395 nördlich des Flusses Terek zur Schlacht. Die Schlacht war blutig, den Nomaden gelang es, Timur zu umzingeln, der sich selbst verteidigen musste und erst durch die Aufopferung seiner Leibgarde, die fast ausnahmslos im Kampf umkam, aus der Not gerettet wurde. Toktamisch verlor die Schlacht und mit ihr endgültig seine Machtstellung in der Goldenen Horde. Er floh nach Litauen. Timurs Truppen plünderten im Wolgadelta und zerstörten Sarai, die Hauptstadt der Goldenen Horde
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02-07-2009, 05:34 PM
Mesaj: #2
RE: Tamerlan
Hey, Sie haben nicht die Quelle. Ich habe Ihren Namen für die Suche aus. http://de.wikipedia.org/wiki/Tamerlan

rasti rusti
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02-07-2009, 06:29 PM
Mesaj: #3
RE: Tamerlan
ja ich hab das auf diese link abgeschrieben,soll ich nur selber schreiben oder?
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02-07-2009, 07:00 PM
Mesaj: #4
RE: Tamerlan
Schreib lieber den Link selber ab. Das ist besser

rasti rusti
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02-07-2009, 07:09 PM
Mesaj: #5
RE: Tamerlan
oke,ich werde das probieren,dankeschön... =)
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